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Freitag, Januar 12, 2007

Silvester

Silvester

Es blitzet und donnert und kracht,
Schatten weichen Feuerwerkspracht,
die Menschen werden wohl am Feiern sein,
oder sind sie nur betrunken vom vielen Wein?
So etwas sonderbares,
das kann doch nur Silvester sein.

Wenn das neue Jahr mit einer neuen Woche beginnt,
wenn die Zeit des alten Stück für Stück verrinnt,
wenn man schon über gute Vorsätze sinnt,
wenn man schon gespannt dem Radio lauscht und hofft,
dass es bloß nicht rauscht,
ja, dann muss Silvester sein,
und keiner, keiner ist mehr allein.

(Gedichtet um 11.55 Uhr; 31.12.06)

Donnerstag, Dezember 28, 2006

Weihnachtsgedicht

Weihnachtsleben

Allüberall hört man Stimmen klingen,
hier und dort jemanden fröhlich „Stille Nacht“ singen,
der jedoch dadurch zunichte gemacht, die Stille in der Nacht.
Die Chöre kommen aus dem Üben nicht mehr,
und nirgends bleibt die Spendendose leer.
Ein jeder hängt in die Ecke sein Gewehr,
keiner will mehr Gewalt,
sonst der Knechte einen schalt.
Auch bleibt dann das Säcklein leer,
was soll bloß Weihnachten ohne das Säcklein,
so voll und schwer?

Weihnacht naht im Sauseschritt,
macht das denn mein Konto noch mit?
Kaufen, kaufen, heißt die Devise,
sonst kommt ein anderer noch zuvor, der Fiese.
Karstadt kann sich kaum noch retten,
ringsum Einkaufswelt,
wenn doch nur der Briefkasten hält!
Denn ich hab sie schon in den Ohren,
die Werbekataloge, holen, holen, neuer Preis,
ob das in Gottes Sinne war, wer weiß?

Nun endlich steht es vor den Toren,
das Feste hoch wie niemand schon,
außer Ostern, das ist höher,
aber kann man das wirklich sagen?
Sollte man nicht lieber den Papst einmal fragen?
Na ja, wie dem auch immer sei,
noch ist Weihnacht nicht vorbei,
ferner ist noch nicht einmal Christkind geboren.
Auch Frau Holle lässt sich Zeit,
soll’n wir noch bis Neujahr warten,
dass es endlich einmal schneit?

Es geschehen jetzt hier Dinge,
die man nie als möglich dachte,
viele werden richtig hilfsbereit,
das es durch die Sphären klinge:
verhindern so, so manches Leid.
Auch die Ferien sind nicht mehr weit.
Drum lasst uns einmal wieder singen,
könnt’ es nicht mal weihnachtlich klingen,
feiern, Freude überall,
so verkünden es die Engel mit lautem Schall.


Dienstag, August 29, 2006

1950
Ein damals 10-Jähriger aus Köln-Mülheim berichtet


Der Sonntag:
Der Sonntag unterschied sich von den anderen Tagen durch einiges.
Da der Zeitzeuge Katholik ist, ging er auch zu den damaligen Gottesdiensten. Es gab vier Messen, die Frühmesse, eine um 8.00 Uhr sowie um 9.00 Uhr und schließlich das Hochamt um 10.00 Uhr. Eine der Messen hat er gemeinsam mit seinen Eltern und Geschwistern besucht.

Das Sonntagsessen wurde gemeinsam eingenommen, es gab dann auch meistens Fleisch (Schweinebraten) und Gemüse, wie etwa Blumenkohl oder Rotkohl, was es unter der Woche nicht gab. Der Vater musste wochentags arbeiten und die Mutter war mit dem Haushalt voll beschäftigt. So war nur sonntags die gesamte Familie zusammen.

Auf Sonntag freuten sich die Kinder damals alle, denn es war Kinotag. So zumindest in Köln-Mülheim, wo sich in der Buchheimer Straße ein Kino befand. In diesem Kino wurden um 13.00 Uhr Western-Filme, Dick und Doof, oder ein Tierfilm gezeigt. Die Kinovorführung kostete 50 Pfennige. Diese wurden nicht von den Eltern spendiert, denn es gab mit drei Geschwistern kein Sonntagsgeld , sondern mussten erbettelt werden.




Der Alltag:
Die Schule:
Weil im 2. Weltkrieg viele Schulen zerstört waren, wurden aufgrund der Platznot mehrere Jahrgänge in einer Klasse gemeinsam unterrichtet. Obwohl Jungen und Mädchen getrennt unterrichtet wurden, kam man auf eine Klassenstärke von 60-80 Kindern. Dennoch musste eine Hälfte der Schüler morgens, d.h. von 8.00 - 13.00 Uhr und die andere Hälfte von 13.00 – 18.00 Uhr die Schule besuchen. Dieser Rhythmus wechselte alle zwei Wochen. In der ersten Pause des Vormittags- sowie des Nachmittagsunterrichts gab es eine warme Verköstigung durch die Hilfsorganisation Care. Da damals fünf Jahre nach Kriegsende noch Hunger gelitten wurde, war dies oft die einzige warme Malzeit am Tag.
Die Schüler haben damals auch Hausaufgaben aufbekommen, die mein Zeitzeuge und andere Klassenkameraden meist schon im Unterricht erledigten.

Die Freizeit:
Gespielt haben die Kinder damals nach der Schule nicht auf Spielplätzen oder wie heute am Computer, sondern in Kriegstrümmern und im Mülheimer Hafen. Dort sammelten die Kinder dann Ziegelsteine und Alteisen. Die Ziegelsteine wurden vom Mörtel befreit (Steine putzen) sorgfältig am Straßenrand gestapelt und abends von einem LKW abgeholt. Für einen Stein ohne Mörtel gab es 2 Pfennige, für einen ungeputzten 1 Pfennig. Das Alteisen wurde individuell nach Kilopreisen verkauft. So verbanden die Kinder damals spielen, Steine putzen und Schrott sammeln. Unserem Zeitzeugen hat das sehr gefallen und er bedauert die Kinder heute, die keinen solchen Abenteuerspielplatz mehr haben. Das so verdiente Geld wurde unter den Kindern aufgeteilt und abends den Eltern abgeliefert.
Weitere Spiele damals waren Völkerball, der Holzkreisel (Dille-Dopp), welcher mit einer Peitsche in Drehung gehalten wurde, und die „Schwenkeldose“. Letztere war eine Konservendose mit Löchern am Boden. Am oberen Rand dieser war durch zwei Löcher ein Draht gezogen. Dann wurden Papier, Holz und Dachpappe hineingetan und das ganze angezündet. Die brennende Dose wurde mit Hilfe des Drahts durch die Luft geschwenkt. Das ergab dann ein kleines Feuerwerk, war aber nicht gerade ungefährlich. Zwei Dosen umgedreht, konnte man als Stelzen benutzen.
Es gab natürlich auch Pflichten, dazu gehörte die Mithilfe bei der Wäsche. Mit allem, was Waschmaschine, Trockner und Bügeleisen heute in etwa zwei bis drei Stunden erledigen, war die Mutter zwei volle Tage beschäftigt. Unserem Zeitzeugen war dabei aufgetragen, den Wringer zu bedienen. Das waren zwei Walzen, durch die die nasse Wäsche gedreht und dabei ausgewrungen wurde.

Montag, Juli 03, 2006

Ich habe mal wieder kreativ gearbeitet, daher hier das Ergebnis:



Brasilien gegen Frankreich


Der amtierende Weltmeister,
Brasilien so heißt er,
spielte gegen Frankreich
und die Chancen standen ungleich.

Brasilien sollt gewinnen,
Frankreich sich zur Heimfahrt entsinnen,
doch kam mal völlig anders,
der Meister war’s der fuhr,
also ging es wirklich anders.

Die weltbesten dachten so:
Wie kommt der(Frankreich) denn in dieses Spiel, oho!
Da können wir nur siegen,
die werden wir leicht aus dem Rennen kriegen.

Da haben sie sich verrechnet,
einer ward vergessen,
einer der sich rechnet,
Zidane wurde nicht ermessen.
Den dieser Künstler tat,
als ob der Ball ein Ballon währ,
zog seine besten Tricks aus der Tasche,
und kam so richtig in Fahrt.

Der Teamgeist klebte an ihm,
den lies er sich nicht nehmen,
so konnt sich Brasilien nach Ballbesitz nur sehnen.

Noch einer wurde überschätzt,
man denkt er ist the best,
doch Zidane gab ihm den Rest.
Dida der Torwart streckte sich,
nach dem Ball reckte er sich,
doch alles war umsonst,
den das Tor, das war gefallen und den Pfiff, den hört man schallen.

Nun kamen alle Stürmer rein,
Adriano und Ronaldo,
doch es tat nichts helfen,
0:1 sollt das Ergebnis sein.

Zu den anderen Spielen kommt auch bald ein Gedicht raus.

Samstag, Juli 01, 2006

Hier die ersten 4. Kapitel von Super -Tom:


Super-Tom


1. Kapitel: Allein zu Haus

Heute Abend waren meine Eltern nicht da, denn meine Tante hatte Geburtstag, und das war nur für „Erwachsene“, sagten sie, obwohl ich, Tom Schmitz schon 14 war. Im Fernsehen kamen nur so dämliche Krimis, die hatte ich satt. Einmal selbst der Held sein, das wäre schön, ist ab nur ein Traum. Tja, Tom, der Superheld... Aber, es war irre, ich hatte den Gedanken ...tja, nun. „Das mache ich!“ - „Was willst Du schon wieder irres tun, nur weil Du 14 bist?“ Meine 8-jährige Schwester, klar sie mischte sich immer ein. „Du hast mir nichts zu befehlen, wenn ich...“ „Einen verrückten Wunsch habe, aber ich sage nichts, Du bekommst den Ärger.“ Am Telefon. Ich rief meinen Freund und Onkel Winfried an.

2. Kapitel: Der Erfinder

„Hallo, was möchtest Du „Neffe“?“ Onkel Winfried der Erfinder, man hatte ihn für verrückt verkauft,daher war er sehr einsam. „Ich will der Superheld sein!“ - „OK was brauchst du denn?“ Das war‘s egal was wie Wahnsinnig es war was man haben wollte, er erfand es. „Tja äh, Supersprungstiefel, Lachgas-Strahler, eine Maske, einen Anzug, ein Flugrad…“ - „Noch was?“ - „Nein“ - „Komm doch gleich mal her, ach ja es ist 19.30 Uhr.“ Meine Eltern kommen um 24.00 Uhr zurück. Ich verlies das Haus…

3. Kapitel: Mein erster Einzatz

Bei Onkel Winfried: „So, kannst du nähen Tom?“ „Ja, warum denn?“ - „Nun, du sagtest, du brauchst ein Kostüm,“ stellte Winfried fest. „O.K. Ich weiß schon, wie das aussehen soll.“ 21.00Uhr: Onkel Winfried war fast fertig mit dem Bauen, nur am Luftrad werkelte er noch etwas herum. „Wie passt dieser Bolzen denn, irgendwie muss dieser Bolzen aerodynamisch dem Rahmen angepasst werden.“ Nach einiger Zeit schrie er plötzlich freudig auf. „Ja, so müsste es gehen, das Rad ist flugfertig! Und Tom, bist du auch fertig?“ „Ja, ich bin fertig“ erwiderte ich. Jetzt hatte ich alles komplett: das Flugrad mit Propeller und beweglichen Flügel, einen Mantel mit einem großen S.T. (Super-Tom) darauf, mehrere Waffen und noch einiges mehr. Ich trat vor die Tür. Nun bin ich der Superheld, zittert ihr Gangster, jetzt komme ich! Ich schwang mich auf das Luftrad und brauste los. Auf dem Luftrad gab ich erst einmal tüchtig Gas und probierte die Fähigkeiten meiner neuen Maschine aus. Plötzlich ein Aufschrei, da musste ich hin!

Irgendwo da unten, der Navigations-Computer registrierte den Schrei im Müller-Weg 64. „Hilfe, meine Katze sitzt auf dem Baum. Hilfe, so helft mir doch!“ „Hier bin ich! Ich werde ihnen helfen.“ Ich landete auf dem Baum und nahm die Katze mit zur Erde. Die Frau war sehr glücklich über die Rettung ihrer Katze und wollte sich sofort bei mir bedanken: „So, hier hast du 20 € als Belohnung.“ - „Nein das nehme ich nicht an!“ Die Frau war sehr überrascht über meine Abwehr der Belohnung und erwiderte: „Nein, ein Superheld muss immer alle glücklich machen und ich bin nur glücklich wenn du sie annimmst!“ „Na dann nehme ich sie an“

4. Kapitel Verwirrung

Am Nächsten Morgen, es war Samstag, waren meine Eltern noch nicht da, das verwunderte mich schon etwas. Sicherheitshalber sah ich auch nach meier Schwester, da traf mich der Schlag, sie war weg! Jetzt höchste Alarmstufe, aber ich musste trotzdem ruhig bleiben. Ich griff zum Telefon und überlegte: Sollte Ich die Polizei anrufen?, nein lieber erst einmal Onkel Winfried fragen. „ Ja, hallo hier Winfried Klarsen…“ - „Winfried es ist schrecklich! „Was denn?, na, so beruhige dich doch erst einmal.“ Doch Ich war zu aufgeregt um jetzt noch entspannt zu sein: „Ja äh also, es ist Schrecklich, meine Schwester ist weg!! Und meine Eltern sind auch noch nicht da!“. Am Ende der Leitung gab es ein langes Schweigen und als ich „onkel Winfried?“ rief antwortete auch keiner. Also sah ich mich gezwungen in die Leitung zu brüllen: „Ist da jemand?!!“ - „Aha, so…“ In völliger Fassungslosigkeit über die Ruhe in der er das sagte schrie Ich: „Da sagst du nur Aha , so so das ist doch fürchterlich!, was passiert ist“ - „Soso, entführt“. Das war mir jetzt endgültig zu viel! bei einer solchen Katastrophe, der bemitleidete mich ja gar nicht. Ich knallte den Hörer auf die Gabel. Dann stieg ich auf das Flugrad und flog los.

Fortzetzung folgt...
Mein Referat über Vogelspinnen:

Vogelspinnen
I. Über die Vogelspinne
Vogelspinnen verdanken ihren Namen der Malerin Maja Sibylla Merian, die vor ca. 300 Jahren in Südamerika eine Spinne malte, die auf einem toten Vogel saß. Im heutigen Volksmund wird jede Spinne, die Ähnlichkeiten mit dieser hat, Vogelspinne genannt. (Oli`s wilde Welt; Tierwelt - Die Vogelspinne). Die mexikanische Rotknie-Vogelspinne wurde aber erst vor ca. 100 Jahren entdeckt. Sie hatte schon viele Auftritte in den Medien und Hollywood-Filmen, und wurde dadurch zur berühmtesten Vogelspinne überhaupt. (Wikipedia-Mexikanische Vogelspinne) Vogelspinnen lebten auch schon vor 300 Millionen Jahren. Das war im Karbonzeitalter. Dort war sie die häufigste Spinnenart. (Idea) 1.Verbreitung Die Vogelspinne lebt in fast allen warmen Gegenden der Welt. Sie findet sich auch in Europa, in Portugal, Spanien und auf der Mittelmeerinsel Zypern (Oli`s wilde Welt).
a) Aussehen
Die Vogelspinnen haben vier Laufbeinpaare. Sie haben einen braunen bis schwarzen dicht behaarten bis zu 12 cm langen Körper. (Oli`s wilde Welt; Wikipedia-Mexikanische Vogelspinne; Spinnen für Einsteiger). Im Durchschnitt sind die Vogelspinnen ca. 5 cm groß und die Weibchen fast immer größer als die Männchen. Sie besitzen zwei Beißklauen mit zwei Giftdrüsen und acht Augen. Am Hinterteil sind die vier Spinnwarzen erkennbar. Auf der Unterseite befindet sich die Geschlechtsöffnung und vier Lungenklappen (Wikipedia-Mexikanische Vogelspinne).
b) Verhalten
Im Allgemeinen sind Vogelspinnen eher ruhige Tiere. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Vogelspinnen sind für ihre Gutmütigkeit bekannt, trotzdem werden sie in verschiedenen Filmen, in denen es um blutrünstige Angreiferspinnen geht, verwendet. Zur Bekämpfung von Spinnenangst wird die Vogelspinnen wegen ihres ruhigen Wesens häufig eingesetzt. Zur Abwehr kann die Spinne die am Hinterleib sitzenden Brennhaare „abschießen“. Diese erzeugen auf der Haut einen starken Juckreiz und entzünden die Schleimhäute. Im Notfall kann die Vogelspinne auch beißen. Der Biss ist etwa so stark wie der eines Wespenstichs, führt aber schneller zur Entzündung der Bissstelle (Auskunft von Frau Querbach).
c) Ernährung
Die Vogelspinne erbeutet in der Wildnis Grillen, Heuschrecken und andere Spinnen, kleine Echsen, Vögel und Säugetiere. Sie verzehrt davon ca. vier bis fünf Tiere pro Monat. (Auskunft Von Frau Querbach; Wikipedia-Mexikanische Vogelspinne). In der Wildnis jagt die Vogelspinne folgendermaßen: Sie überwältigt fast alles, was in ihre Nähe kommt. Hat sie das Tier gefangen hält sie es mit den Beißklauen und manchmal auch mit den Tastern fest und webt einen „Fressteppich“. Die Spinne dreht sich dabei ziemlich genau im Kreis und tippt mit den am Hinterteil liegenden Spinnwarzen immer wieder auf den Boden um das Netz zu befestigen. Jetzt wird die Beute teilweise in den Teppich eingesponnen und dann durch Einbringen von Verdauungsflüssigkeit verflüssigt und aufgesaugt.
d) Fortpflanzung
Nach der Erwachsenenhäutung ist das Männchen ausgewachsen und geht auf Brautschau. Nun beginnt die gefährlichste Zeit seines Lebens. Die Weibchen könnten es während des Paarungsprozesses töten (Wikipedia-Mexikanische Vogelspinne). Entdeckt ein Männchen ein weibliches Spinnennetz ruckelt es daran um zu prüfen, wie hungrig und aggressiv das weibliche Tier ist. Stürzt sich das weibliche Tier nicht direkt auf das Männchen, sondern bleibt stehen, geht es langsam bis zur Netzmitte. Befindet sich das Männchen unmittelbar unter dem Weibchen, durchbeißt es einige der Netzfäden und schlüpft unter das Netz. Käme jetzt eine Attacke, könnte sie für das Männchen tödlich enden. Bleibt die Attacke jedoch aus, schlüpft es am Netzende heraus, klettert auf die Bauchseite des Weibchens und der Geschlechtsvorgang beginnt. Einige Wochen später legt das Weibchen ein ca. ein Zentimeter großes Ei-Packet ab, das bis zu 1000 Eier enthält. Mit einigen lockeren Seidenfäden webt sie das ganze zu einem Kokon in der Größe eines Tischtennisballes. (Tierwelt - Die Vogelspinne).
II. Vogelspinnen als Haustier am Beispiel einer Mexikanischen Vogelspinne
Hier beschreibe ich das Leben einer mexikanischen Vogelspinne als Haustier. Sie heißt Tekla und gehört unseren ehemaligen Nachbarn. Ihr Sohn hat sie in der Tierhandlung für ca. 80 DM erworben. Wie lange sie bereits dort lebte ist nicht klar. Die Nachbarn haben Tekla schon 20 Jahre und schätzen ihr Alter auf ca. 28 Jahre. Am Anfang häutete sie sich fast jedes Jahr. Dabei sind die Spinnen bewegungslos, denn sie bereiten die neue Haut unter der alten vor. Am Ende dieser Starre ziehen sie ihren neu behäuteten Körper aus der alten Hülle. Danach ist die Spinne meist etwas größer. Die Häutungen werden mit dem Alter seltener.
a) Haltung
a.1) Terrarium
Das Spinnen-Terrarium ist mit Plastikkakteen, die echten haben die Heimchen immer verspeist, einer hohlen Kokosnuss, Vogelsand, Haferflocken für die Heimchen und Heuschrecken, und einem mit Wasser gefüllten Blumentopfuntersetzer bestückt. Jeden Sommer wird das Terrarium komplett gereinigt. Dazu wird Tekla in eine Schüssel gesetzt, diese kommt in einen Putzeimer und das Ganze dann in die Badewanne. Gebissen hat Tekla noch nie. Einmal ist sie im Sommer, als das Terrarium offen war, hinausgeklettert. Als die Nachbarin vom Einkaufen zurück kam, saß sie vor der Schlafzimmertür. Hin und wieder badet Tekla in dem Blumentopfuntersetzer, der mit Wasser gefüllt ist. (Auskunft von der Nachbarin).
b1.) Pflege
Man sollte die Vogelspinne nicht anfassen, da dies bei ihr Stress auslöst. Ihr Biss ist zwar nicht gefährlich, aber kann schmerzen und durch zu viel Stress kann die Spinne erkranken. Sehr erfahrene Spinnenpfleger können die Spinnen mit Hilfe des sogenanten Spinnengriffs anfassen und durchaus mal auf die Hand nehmen, aber man sollte schauen, wie sich dies letztendlich auf das Tier auswirkt (Fragen zur Vogelspinne). Vogelspinnen können auch krank werden, z.B. können sie austrocknen. Dies kann man beheben, indem man sie in eine Schüssel lauwarmes Wasser setzt. So wird ihr wieder extrem viel Flüssigkeit zugeführt. Sie können auch von Schimmelpilzen befallen werden. Daher sollte man schimmelnde Futterreste oder Tiere schnellstens beseitigen und regelmäßig die Fangnetze vom Boden entfernen. Ebenfalls können sie von Milben befallen werden. Diese befinden sich meistens in der Gegend der Beisswerkzeuge. Dort essen sie mikroskopisch kleine Futterreste. Es ist noch nicht geklärt, ob sie in Einklang mit der Spinne leben. (Fragen zur Vogelspinnen). Tritt Flüssigkeit aus den Gliedern aus, so ist das ein absolutes Alarmzeichen: Dies führt nämlich schnell zum Tode. Eine sterbende Vogelspinne erkennt man am folgenden Zeichen: Zieht eine Vogelspinne die Beine zusammen, so ist ihr nicht mehr zu helfen (Fragen zur Vogelspinne).
b) Ernährung
Tekla gbekommt im Monat ca. 5-6 Heimchen in das Terrarium. Diese verfangen sich in dem von ihr ausgelegten Netzteppich und sie frißt sie, wie schon beschrieben. Die Heimchen werden in einem speziellen Käfig aufbewahrt. Sie bekommen Haferflocken, Paniermehl und Wasser. Man sollte aufpassen, dass diese sich nicht an die Decke des Käfigs hängen. Manchmal fressen sich die Heimchen untereinander. Die Vogelspinne verschmäht Totes, sie isst nur Lebendiges. Nachdem sie gegessen hat, spuckt sie die Hornteile wieder aus.
3. Vermehrung
Zur Überraschung der Besitzter hatte Tekla am ersten Tag nach dem Kauf einen ca. tischtennisballgroßen Kokon, den sie vor sich her rollte. Nach einigen Tagen schlüpften aus dem Kokon mehrere hundert kleine Spinnen. Diese verbreiteten sich über die ganze Wohnung. Nach und nach starben jedoch alle oder sie wurden von ihrer Mutter gefressen. Sechs Spinnen überlebten, doch nach und nach starben auch diese. Die Spinne hätte keine Brutpflege durchgeführt.
IV. Schlusswort
Wer jetzt Interesse an der Haltung eines solchen Tieres hat, muss wissen, dass es kein Tier ist, mit dem man viel machen kann. Es dient eher zur Beobachtung. Die Kosten sind gering, für Futter benötigt man ca. 3 € pro Monat, der Kauf der Spinne und des Terrarium beläuft sich auf ungefähr 50 €. Vogelspinnen unterscheien sich durch vieles von anderen Spinnen und sind die einzigen, die man sich als Haustier halten kann.
Literatur
Jones, Dick Der Kosmos-Spinnenführer Stuttgart Franckh, 1984 (Kosmos - Spinnenführer)
Pott, Eckart Das große Ravensburger Tierlexikon Ravensburger Buchverlag, 2002 (Tierlexikon)
Weblinks
www.arages.de/about/spinnen.html (Spinnen für Einsteiger)
www.enimal.de/tiere (enimal - Die Hausspinne)
http://www.forum-pets.de(Forum Haustiere)
www.kinder-tierlexikon.de/kreuzspinne (Kindertierlexikon - Die Gartenkreuzspinne)
www.naturlexikon.de (Hausspinne im Naturlexikon)
www.naturlexikon.de (Kreuzspinne im Naturlexikon)
www.quarks.de/insekten (Spinn-kunst der Spinne)
www.spinnenfang.de/kreuzspinne (Allgemeines über die Kreuzspinne)
www.vogelspinnenwelt.de (Fragen zur Vogelspinne)
www.wikipedia.org/wiki/tegenariaatrica (Wikipedia - Große Winkelspinne)